Projekt Theatergassen 

Wir werden ab Herbst 2022 an einer weiteren Station des Kunstwegs arbeiten. Der Künstler Bernd Wagenhäuser wird in den Theatergassen eine weitere Plastik gestalten und aufstellen. Für die Realisierung sind wir noch auf Sponsoren und Sponsorinnen angewiesen. Wenn Sie uns und das geplante Werk unterstützen möchten wenden Sie sich bitte an Wolfgang Grader.

Kontakt:
kunstwerk10 e.V.
Wolfgang Grader / Markusstraße 4 / 96047 Bamberg www.kunstwerk10.de
kunst@kunstwerk10.de

Spendenkonto:
kunstwerk10 e.V.
Sparkasse Bamberg / IBAN: DE33 7705 0000 0303 3378 77 Selbstverständlich erhalten Sie von uns für Ihre finanzielle Zuwendung eine steuerlich abzugsfähige Spendenquittung.

Kunstweg – Jüdisches Leben in Bamberg

Projekt Theatergassen

Die „Theatergassen“ sind ein wichtiger Erinnerungsort und werden eine neue Station für den Kunstweg „Jüdisches Leben in Bamberg“ sein.

Im 16./ 17. Jahrhundert konnten sich jüdische Familien wieder in Bamberg niederlassen; so auch im Gebiet der heutigen „Theatergassen“. Die dort erbaute dritte Synagoge wurde 1853 zur vierten Synagoge erweitert. Das Gebäude bestand bis 1985. 

Die Gaststätte „Weiße Taube“ im nahen Zinkenwörth war ab 1935 das jüdische Gemeindezentrum. Von hier aus sind 1941 und 1942 die jüdischen Bürger*innen in die Konzentrationslager deportiert worden. Das kriegsbeschädigte Gebäude wurde 1947 abgetragen und hatte sich ebenfalls im Bereich der jetzigen „Theatergassen“ befunden. 

Um dieses Projekt verwirklichen zu können, sind wir auf großzügige Spenden angewiesen. Der renommierte Bamberger Künstler Bernd Wagenhäuser wird für die „Theatergassen“ zwei außergewöhnliche Kunstobjekte erstellen.   

Beginn

Das erste Kunstwerk auf den Spuren jüdischen Lebens in Bamberg erinnert im neuen „Quartier an den Stadtmauern“ an den zweiten Judenhof im 15. Jahrhundert. Zwei Großplastiken und ein kleineres Kunstobjekt wurden von der Sparkasse Bamberg für das „Quartier“ erworben und dort installiert. Der Künstler Bernd Wagenhäuser hat die drei Plastiken entworfen und gestaltet. 

Seele

Die Seele der Kunstwerke bilden zehn historische Gusseisensäulen aus der im 19. Jahrhundert gegründeten jüdischen Nähseidenfabrik „Kupfer, Heßlein & Co.“, die 1938 von den Nazis zwangsweise „arisiert“ wurde. Leonie Kupfer, die Witwe des vorherigen Firmeninhabers, kam 1944 im KZ Theresienstadt zu Tode. 

Diese Säulen mit ihrer symbolischen Aussage werden an mehreren Standorten in zeitgemäße Kunstobjekte integriert, die mit dem Abschluss des Projekts ein Gesamtkunstwerk ergeben sollen. 

Idee

Der Förderverein kunstwerk10 e.V. hat es sich bei seiner Gründung im Jahr 2020 zur Aufgabe gemacht, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft jüdischen Lebens in Bamberg durch ein umfangreiches Kunstprojekt zu verbinden und damit auch dem fortwährenden Antisemitismus entgegenzuwirken. Dies geschieht mittels großformatiger Kunstwerke, die vor allem an Orten der seit dem Mittelalter bestehenden jüdischen Geschichte Bambergs verwirklicht werden. 

   

Branddruck © Bernd Wagenhäuser

Fotomontage – Plastik in den Theatergassen (Standort ehemalige 3./4. Synagoge)

Fotomontage Kunstwerk Theatergassen (Standort ehemaliges Gasthaus Weiße Taube)